Demenzerkrankungen  - ein Überblick

Der Begriff "Demenz" (lat. "Dementia" = "Unvernunft") fasst mehr als 50 unterschiedliche Erkrankungen zusammen. Diese haben einen unterschiedlichen Verlauf.  Eines haben diese Erkrankungen aber gemeinsam - den Verlust erworbener Fähigkeiten. Sowohl geistige, körperliche als auch lebenspraktische Fähigkeiten sind betroffen. In den meisten Fällen kommt es zu Verhaltensänderungen der Betroffenen. Das Ausmaß und die unterschiedlichen Beschwerdemuster sind dabei abhängig von der jeweiligen Unterform der Demenzerkrankung.

 

Im Folgenden stellen wir Ihnen die Alzheimer-Krankheit, welches die am häufigsten auftretende Art von Demenz darstellt, sowie andere Arten von Demenzerkrankungen vor. Wir geben Ihnen Informationen zu deren Ursachen, ihrem  Verlauf und den Auswirkungen.

 

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen "Primären Demenzen" und "Sekundäreren  Demenzen" - letzere sind eine Folgeerscheinung einer anderen Grunderkrankung. Die meisten Demenzerkrankungen sind nicht heilbar und nur eingeschränkt behandelbar.

 

Quelle und weitere Informationen: www.wegweiser-demenz.de des Bundesministeriums für Famlie, Senioren, Frauen und Jugend.

                                                           www.deutsche-alzheimer.de

Primäre Demenzen

Diese Demenzformen haben ihren Ursprung im Gehirn und entstehen als Folge des Absterbens von Nervenzellen. Die Verbindungen zwischen diesen gehen nach und nach verloren.

Diese neurodegenerativen Veränderungen wirken sich auf das Gedächtnis, das Denken, die Sprache, Orientierung und das soziale Verhalten der Betroffenen aus.

Dazu zählen die Alzheimerkrankheit, die Vaskuläre Demenz, die Lewy-Body-Demenz und die Frontotemporale Demenz.

Die Ursachen für diese Art von Demenzerkrankungen sind sehr unterschiedlich. Bei der Alzheimerkrankheit stören etwa Eiweißablagerungen den Stoffwechsel im Gehirn, wobei bei vaskulären Demenzen die Ursache in Durchblutungsstörungen liegt. Diese Formen der Demenz sind unumkehrbar und nur beschränkt beeinflussbar.

Altersdemenz

Mit dem Alter der Menschen steigt auch das Risiko an einer Demenz zu erkranken. Hier spricht man von "Altersdemenz". Das man jedoch mit zunehmendem Alter langsamer und ein bisschen vergesslich wird ist auch ein normaler Abbauprozess - wer aber bemerkt , dass er immer vergesslicher wird, sollte dies auf alle Fälle bei seinem Hausarzt oder einem Neurologen abklären lassen.

Sekundäre Demenzen

Die selteneren, sekundären Demenzerkrankungen werden durch Depressionen, Medikamente, Alkoholsucht, Schilddrüsenerkrankungen oder auch Vitamin - Unterversorgungen ausgelöst werden. Anders als die primären Demenzformen können sekundäre Demenzen möglicherweise geheilt werden, wenn die Grunderkrankung frühzeitig behandelt wird.

Depression und Delir

Depression und Delir sind Krankheiten welche demenzähnliche Symptome aufweisen, aber denen andere Ursachen zugrunde liegen.

Erstere äußern sich durch Niedergeschlagenheit und Rückzug. Delir dagegen bezeichnet akute Zustände schwerer Verwirrung welche durch Fieber, Stoffwechselstörungen und bestimmte Medikamente ausgelöst werden können.

Depressionen und Delir sind manchmal heilbar - eine richtige Diagnose ist aus diesem Grund enorm wichtig.

Parkinson - Demenz

Bei ungefähr einem Drittel aller Menschen mit Morbus Parkinson (Schüttellähmung) entickelt sich parallel eine Parkinson-Demenz. Diese unterscheidet sich in mehreren Punkten von der Alzheimer-Krankheit, der häufigsten Form von Demenz.

Alzheimer zeichnet sich vor allem durch Gedächtnisstörungen aus. Anfangs lässt das Kurzzeitgedächtnis nach. Im weiteren Krankheitsverlauf auch das Langzeitgedächtnis.

Bei einer Parkinson-Demenz stehen andere Symptome im Vordergrund. Die Aufmerksamkeit der Betroffenen ist beeinträchtigt, das Denken verlangsamt. Weiterhin kommt es oft zu einer Entwicklung von Depressionen und Halluzinationen. Gedächstnisprobleme entwickeln Menschen mit Parkinson-Demenz dagegen erst in späteren Krankheitsstadien.

Weiterhin unterscheiden sich die Parkinson-Demenz und die Alzheimer-Demenz bezüglich der Lernfähigkeit: Alzheimer-Patienten sind kaum mehr fähig, neue Dinge zu lernen - Menschen mit Parkinson-Demenz bleibt die Lernfähigkeit dagegen erhalten - obschon die neu abgespeicherten Inhalte nur verzögert abrufen können.